Viele Bonsaifreunde halten ihre Outdoors in frostbeständigen Plasteschalen
und senken diese in Torfmull oder Rindenmulch ein. Da ist eine teure
Keramikschale eigentlich zu schade. Viele Outdoorsammler vertreten
ohnehin die Auffassung, daß erst, wenn ein Baum nach vielen Jahren richtig gut ist,
sich eine anständige Schale verdient hat. Dann aber eine wirklich gute und edele
Schale, möglichst handgearbeitet passend zu diesem inzwischen sehr wertvollen
Baum.
In diese Anzuchtschale lassen sich problemlos Jungpflanzen aus 8 bis 12 cm
Topfen umsetze. Selbst Pflanzen in dem in Baumschulen oft verwendeten
1,3 Liter-Container lassen sich in diese Schale umsetzen, ohne daß hier
den Topfballen radikal verkleinern zu müssen. Da die Anzuchtschale nur
8 cm hoch ist, erhält man einen flachen Wurzelballen, was in der Kultur
in großen Blumentöpfen nicht möglich ist. Wir verwenden diese Anzucht-
schalen bei teilweise deutlich über 10 Jahre alten Pflanzen, mit Stammum-
fängen von über 15 cm und staunen immer wieder, mit welch kleinem
Ballen so große Pflanzen auskommen können und trotzdem gesund und
zügig weiterwachsen.
Durch die insgesamt 9 Abzugslöcher in der Schale, können die Wurzeln
in den Rindenmulch oder die Erde in die die Schale eingesenkt wurde
wachsen und finden hier eine zusätzliche Feuchtigkeitsreserve.
Diese Wurzeln sollen jährlich entfernt werden. Die Abzugslöcher ermöglichen
auch hier Spanndrähte zu fixieren. So lassen sich Biegungen starker Äste
realisieren, die man über normale Drahtung nur schwer hinbekommt.